In Paradisum

Klangwanderungen von der Gregorianik bis zu zeitgenössischen Effekten

Was kommt nach dem Tod? Diese existentielle Frage beschäftigt die Menschheit seit Anbeginn. So setzen sich auch viele Komponisten in ihrer Musik mit diesem Thema immer wieder auseinander. Oft versuchen sie Trost zu spenden, ihr zentrales Motiv dabei ist der Gedanke an das Paradies: In Paradisum – Ins Paradies mögen Engel dich geleiten, so beginnt die Antiphon, die seit dem frühen Mittelalter bis heute in der Sterbeliturgie gesungen wird.

Diese hoffnungsvollen Gedanken sind die Basis des heutigen Konzerts. In einer musikalischen Zeitreise erklingen zunächst Teile der gregorianischen Totenmesse. Ihre Motive greifen die Musiker auf und entwickeln sie improvisatorisch weiter. Zusammen mit elektronischen Klangverfremdungen entwickeln sie sich zum Höhepunkt, den unvergleichlich paradiesischen Melodien aus Gabriel Faurés In Paradisum, dem letzten Satz seines Requiems op. 48.

Ergänzt und vertieft wird die Collage durch Texte aus der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri und Briefen des Widerstandskämpfers Helmuth James von Graf von Moltke, die er aus dem NS-Gefängnis an seine Frau schrieb.

Auch das Publikum ist eingeladen, bei der Klanggestaltung mitzuwirken.

 

Konzertplakat (pdf)