Und Gott sprach…

Einklang, Vielklang, Cluster

Rihards Dubra, Kantate für Sopran, Bariton, Chor, Orgel, Harfe und Schlagzeug (UA)

und andere zeitgenössische Musik

Klang besteht aus Schwingungen – jeder Ton ist einzigartig und hat seine eigene Frequenz. Musik erzeugt Energie, die sich irgendwann wieder auflöst und zur Stille wird. Es ist ein Kreislauf – ein immer neuer Schöpfungsprozess. Das spiegelt sich auch in der Schöpfungsgeschichte und im Johannes-Prolog wider.

Gott erschuf die Welt durch sein gesprochenes Wort:
Gott sprach: Es werde… und es wurde!, so steht es in der Schöpfungsgeschichte, und zu Beginn des Johannes-Evangeliums heißt es: Im Anfang war das Wort.

Im Mittelpunkt des Konzertes steht das Klingen von Gottes Wort und die Antwort der Schöpfung. Der lettische Komponist Rihards Dubra komponierte eigens für dieses Konzert das Werk Und Gott sprach…

Durbra gehört heute zu den bedeutendsten und international gefragtesten Komponisten des Baltikums. Sein Oeuvre ist weit gefächert, aber sein Schwerpunkt liegt auf geistlicher Chormusik.

Bemerkenswert ist seine Art des Komponierens: Nicht ich mache Musik; aber die Musik nutzt mich als ein Instrument, so dass ich nur niederschreibe, was mir von Gott gegeben wird. Quasi wie bei einer Schreibmaschine, die nur schreibt, was ihr gegeben wird… Konkret sieht es, wenn ich ein neues Werk beginne, recht lang danach aus, als machte ich überhaupt nichts. Meine Frau sagt dann immer: Du hast so wenig Zeit, warum machst Du nichts? Ich antworte dann: Ich mache etwas. Ich muss denken und ich muss einfach spielen! Ich schreibe ein Werk immer nur nieder, wenn es ganz fertig ist.

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